
An dieser Stelle würde ich gerne etwas gestehen: Ich liebe royale Hochzeiten!
Schon als ich kleiner war, gab es für mich nichts Schöneres als den gesamten Samstagmorgen und -vormittag vor dem Fernseher zu verfolgen, wie Europas Kronprinzen ihrer (oft bürgerlichen) großen Liebe das Jawort gaben. So habe ich gesehen, wie Norwegens Haakon die alleinerziehende Mette-Marit trotz aller Proteste zum Altar führte, der symphatische Willem-Alexander aus den Niederlanden die Argentinierin Maxima ehelichte oder Felipe aus Spanien die Reporterin Letizia in einer etwas nüchternen Zeremonie zur Kronprinzessin machte.
Die wohl glamouröseste Hochzeit, die von Charles und Diana, aber blieb mir jedoch verwährt, da diese leider vor meiner Zeit stattfand.
Was mir so gut an diesen, eigentlich mit alten, überholten Traditionen vollgestopften, Festen gefällt?
Alles. Es ist so spannend zu sehen, welches Kleid die Braut wohl trägt, wie innig der Hochzeitskuss ausfällt, wer aus dem Hochadel wohl so alles erscheint oder wer hemmungslos weint.
Außerdem ist es schön zu sehen, dass trotz der eben genannten Traditionen und Regeln sich die wahre Liebe durchsetzt und kaum noch Zwecksehen geschlossen werden. Die meisten Prinzen finden schließlich in einer bürgerlichen (vielleicht sogar geschiedenen) Frau ihre Angebetete und so sind Tragödien wie die von Charles und Diana (fast) ausgeschlossen.
Diese Hochzeiten sind einfach der Inbegriff dessen, wie sich ein Mädchen die Ideale Hochzeit vorstellt: glamourös, ein Kleid mit meterlanger Schleppe, eine Kutsche und ein riesiger Balkon auf dem sich das frisch vermählte Paar zeigt. Eigentlich ein bisschen wie im Märchen.
Ich denke, dass solche märchenhaften Feste einfach eine schöne Abwechslung im Alltag sind. Durch sie kann man auch ein bisschen von einer Prinzessinen-Hochzeit träumen, und das ist ja nicht das Schlechteste, oder?
Wie ich aber überhaupt auf dieses Thema kam, soll auch noch erklärt werden- es ist nämlich so, dass am 19. Juni wieder eine solche, den Samstag füllende Hochzeit ansteht. Es ist die von Kronprinzessin Victoria von Schweden, die den ehemaligen Fitnesstrainer Daniel Westling zu ihrem Mann macht. Lange hat sie um dieses Ereignis gekämpft, doch nun ist es so weit und sie feiert am gleichen Tag wie ihre Eltern vor etlichen Jahren eine, hoffentlich wunderschöne Trauung, die wieder einmal zum Träumen einlädt.
Also, an alle, die solche Events total kitschig und nervig finden: Betrachtet sie mal unter meinen Gesichtspunkten und vielleicht werdet ihr auch Gefallen daran finden!

Fand ich interessant zu lesen. Bin jetzt neugierig geworden und gucke mir die Hochzeit denke ich mal an (wenn ich auch nicht in voller Länge, aber um einen Eindruck zu bekommen).
AntwortenLöschenAber was mich auch interessiert...warum schreibst du um 6 Uhr morgens einen Artikel?^^