Dienstag, 17. August 2010

London calling: Mind the Gap!

So, nun meldet sich auch der zweite Teil dieses Blogs nach reichlich langer Zeit zurück, da auch ich einen Städtetrip gemacht habe. Wohin? Wie die Überschrift schon sagt ins faszinierende London. Diese Stadt ist einfach großartig: riesig, multikulturell, bunt, modern, traditionell...einfach alles in einem. Deswegen wollte ich auch schon seit langer Zeit mal mit eigenen Augen sehen, was man stets in Zeitschriften und im Fernsehen so über diese Weltstadt sieht/liest. Nach dem Abi sah ich den perfekten Zeitpunkt (und das nötige Kleingeld, denn London ist wirklich so teuer, wie man es immer hört) gekommen und so machte ich mich mitsamt meinem Freund im Schlepptau auf zum Flughafen Richtung britische Hauptstadt. Fliegen ist nicht nur die schnellste und bequemste Art nach England zu kommen, es ist mittlerweile erstaunlicherweise auch die günstigste. Eurostar oder Auto/Fähre kann man getrost vergessen.
Das Hotel "Garden View" lag in Kensington, einem wirklich hübschen Stadtteil Londons in dem auch einige der "In-Clubs" liegen, diesen kann man jedoch nur einen Besuch abstatten, wenn man große Ausdauer im Schlange stehen hat. Das "Garden View" liegt an einem hübschen Park, ist sauber und das Personal ist sehr freundlich, außerdem ist es in Gehweite zum Hyde Park und liegt nah an der Underground-Station "Earl's Court". Dies ist wichtig, da auch die ehrgeizigsten Touristen nicht alle wichtige Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen können, dafür gibt es 1. zu viele und 2. sind sie zu sehr über die Stadt verteilt. Wichtig ist, stets Tagestickets zu kaufen, da Einzelfahrten völlig überteuert sind.
Gesehen haben wir so einiges: Shakespeare's "Globe", welches wir so lange im Englisch-LK behandelt haben, den Tower of London, die Tower Bridge, den Piccadilly Circus, die Houses of Parliament inklusive Big Ben und für mich als Adelsfan natürlich den Buckingham Palast samt Wachen, denen man aber nicht nahe genug kommt, um Mr. Bean berühmten Sketch nachzuspielen. Außerdem haben wir uns etwas Bildung gegönnt im British Museum (welches erstaunlicherweise gratis ist und welches Mumien, alten Schmuck und den Gilgamesch-Epos beherbergt). Eine unbedingt empfehlenswerte Erfahrung ist zudem das London Eye, das wirklich beeindruckende Riesenrad, das einem eine perfekte Rundum Vogelperspektive über London bietet und einen bis zum etwas außerhalb gelegenen Wembley-Stadion blicken lässt und das sich trotz des überteuerten Eintritts (20 Pfund) vollkommen lohnt.
Ein weiterer Tipp sind die Viertel Notting Hill (viele Kulturen), SoHo (inklusive China-Town) und Camden, ein Künstlerviertel, welches etwas außerhalb liegt, aber einen wunderschönen Markt bereithält, auf dem es neben Essen auch Second Hand, Kunsthandwerk und echte Designerteile gibt.
Auch der Streetstyle der Londoner ist so unterschiedlich wie die verschiedenen Viertel, aber auf jeden Fall nicht mit dem vergleichbar, was man hier bei uns so sieht, sondern viel ausgeflippter, mutiger und bunter.
Bezüglich der Gastronomie lässt sich sagen, dass diese das wahrscheinlich größte Loch in unserer Urlaubsbudget gefressen (haha!) hat. Wir haben alles mal ausprobiert: Sushi von der Supermarktkette "Tesco"(wirklich günstig und köstlich), Fish& Chips (lecker, aber nix für Leute mit schwachem Magen wie ich), Burger aus einem Laden wie der "krossen Krabbe"( ein Erlebnis: "guerilla burger")und Spaghetti in Notting Hill. Dazu natürlich gaaaanz viel Tee (und weil man nicht auffallen will, natürlich auch noch ein Muffin oder Plätzchen^^).
Abends ist man leider ziemlich erledigt, aber trotzdem haben wir uns unters Volk gemischt und haben ein echt englisches Pub besucht, in dem das Cider in so einer angenehmen Atmosphäre gleich doppelt so gut schmeckt.
Ach: fast hätte ich es vergessen: Shoppen in London!!! Klar, Souvenirläden gibt es auch hier en masse, aber die britischen Souvenirs mit dem Union Jack sind so hübsch. Dann gibt es Topshop und Primark, die es hier leider nicht gibt, die aber unglaublich tolle Mode bereithalten, bei Topshop sehr ausgefallen (das lieben auch die Stars) und bei Primark sehr günstig. Allerdings bräuchte man noch mehr Zeit/ Geld/ freie Kilos im Koffer, um dies richtig auszuschöpfen. So habe ich mich mit einem tollen mintgrünen Cardigan und Kleinkram von Topshop und vielen, vielen Accessoires und Turnschuhen von Primark begnügt. aber da gabs ja auch noch Accessoirize und diese tolle englische Drogeriekette "Boots"...
Abschließend kann man sagen, dass es sich wirklich lohnt, vorher so wie ich Reiseführer zu wälzen, damit man sich im riesigen, tollen London zurechtfindet ohne wie der letzte Touri zu wirken. London ist unbedingt eine Reise wert und auch ich werde wiederkommen, da es unmöglich ist alles bei einem Trip zu erkunden.
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